Achtung Loipe

Kommt dir das Bild bekannt vor? Das nennt sich recycling.

7:57 Uhr. In drei Minuten ist das Frühstücksbuffet offiziell eröffnet. Wir bedienen uns aber trotzdem schon. Gangster gangster, denn um Punkt 09:00 Uhr haben wir einen Termin. Der aufmerksame Leser erinnert sich: Langlauf-Coach.

Gestärkt vom Buffet (ich freu mich jetzt schon auf morgen früh) schmeißen wir uns in unsere Funktionskleidung, die Skier lässig über die Schulter und auffi zum Treffpunkt.

Gestern hatten wir noch Zweifel, ob wir so früh schon starten wollen. Aber es stellte sich heraus: es gibt hier nicht allzu viele Frühaufsteher oder vielleicht auch Langlaufnovizen wie wir. Deswegen hatten wir die Anfänger-Loipen fast für uns. Die Sonja (unser Coach) hat einen super Job gemacht. Nachdem mir der Verleih die falschen Skier und Skistöcke ohne Eisenspitze ausgeliehen hat, hat sie mir einfach ihre gegeben. Shoutout an Sonja!

Die unzähligen Stunden vor dem Fernseher, bei ARD und ZDF, mit Wintersportberichterstattung scheinen aus Alexandra einen wahren Langlaufterminator geformt zu haben. Sie hat ein Tempo in die Loipe geballert, da konnte ich nicht mithalten. An dieser Stelle nochmal ein Chapeau an meine Frau. Und das meine ich durchaus ernst!

Nach dem zweistündigen Coaching sind wir nochmal ein wenig auf eigene Faust losgezogen. Aber mich hat der Langlaufvirus nicht so gepackt. Ich habe trotzdem zugestimmt zum Langlaufstüberl zu fahren, in freudiger Erwartung auf ein Weißbier. Eigentlich wollte Alexandra direkt los in die 7km lange schwarze Loipe. Sonja meinte „ahhh mei…. die is net schwarz, höchstens dunkelrot. Das könnts ihr gut machn“. Wir werden es nie erfahren, außer wir stürzen uns in den nächsten Tagen nochmal in die Loipen.

Vom Langlaufstüberl sind wir dann noch die kurze Strecke zurück zum Hotel. Eben umgezogen und dann noch mal zum Sparmarkt. Ein bisschen Proviant für morgen gekauft. Im Hotel gab es dann noch ein Sekt im Lammfellsofa. Auf das Abendessen hab ich nach dem ganzen Rumgeloipe jetzt jedefalls richtig Bock. Gestern habe ich mich am Vorspeisenbuffet noch ein wenig zurückgehalten. Heute gibt es keine Gnade!

Bis morgen.