Auf nach NYC

Die Anreise nach Düsseldorf war richtig entspannt. Auf der Autobahn war nichts los, außer den üblichen Mittelspurterroristen. Parkplatz gefunden und ab in den SkyTrain zum Terminal. Koffer aufgegeben und festgestellt, dass wir pro Person ca. 8KG „Luft“ für den Rückflug haben. Ob das so gut für die Kreditkartenabrechnung nach dem Urlaub ist?!

Die Wartezeit bis zum Abflug verging dann auch wie im Flug. Dann endlich das Boarding. Wir hatten im Vorfeld Geld in die Reservierung der Sitzplätze beim Notausgang investiert. Als wir dann an Board waren, erwies sich dies zu einer sehr weisen Entscheidung. Voller Freude strecke ich meine Beine in die Länge und klappte mein „Entertainment-System“ aus der Lehne aus. Entertainment-System steht absichtlich in Anführungszeichen, denn die Auswahl an „Blockbuster Filmen“ lies doch zu wünschen übrig. Ich stellte mich mental schonmal darauf ein, beim Rückflug nochmal die gleichen Filme zu gucken.

Kaum in der Luft wurde mir dann aber bewusst, wie diese günstigen Langstreckenflugzeuge finanziert werden. Es werden einfach keine Kohlen an Board geladen, um die Heizung zu befeuern. Meine Fresse war das kalt. Achteinhalbstunden im Kühlschrank. Jacke und die bereitstellte Decke konnten leider nur bedingt helfen. Die Temperaturwahl in dem Flieger habe ich nicht verstanden. Natürlich zentral gesteuert, also keine „Lüftung“, die man zudrehen könnte. Als ich dann einen tapferen Mitflieger in kurzer Hose und T-Shirt gesehen habe, habe ich kurz an meinem Temperaturempfinden gezweifelt.

Letztendlich sind wir aber gut konserviert und pünktlich in New York gelandet. Die Immigration ging auch recht flott, sodass wir länger auf die Koffer als auf den Stempel im Pass gewartet haben.

Dann stand die letzte Etappe des Tages auf der Agenda. Transfer zu unserem Airbnb in Brooklyn. Überall im Internet und auch am Flughafen wird damit geworben, nur autorisierte Taxis zu benutzen und nicht auf die Abzocker reinzufallen, die einem zu horrenden Preisen einen Transfer anbieten. Mit diesem Wissen bewaffnet, sind wir natürlich direkt in die offenen Arme eines Abzockers gelaufen. Bevor wir in sein Auto eingestiegen sind habe ich natürlich nach den Preisen gefragt. „Same as yellow cab“ war seine Aussage. Also $2,50 + die jeweiligen Meilen/Zeit. Dann fuhren wir los und er zeigte mir sein „Taxameter“. $13 Startpreis stand da und der Preis lief auf munter hoch, ohne dass wir auch nur einen Meter gemacht haben. Ich dann erstmal gefragt was die Scheisse soll. Obwohl er seine ganzen Vertriebsfähigkeiten ausgeholt hat, hat er uns schlussendlich wiederwillig wieder am Flughafen rausgelassen ohne auch nur einen Cent von mir zu bekommen. Dann sind wir in ein Yellow Cab gestiegen und für weniger als die hälfte zur Unterkunft gefahren.

Die Unterkunft hat in der Nacht (und am ersten Morgen immer noch) einen super Eindruck gemacht. Alles sauber und top ausgestattet.

Jetzt erstmal schlafen. Morgen gehts dann los.