Tag 1: Eine Woche Ostsee

Urlaub.

Ein Apartment in Heiligenhafen wurde in weiser Voraussicht auf sinkende Inzidenzen bereits im Frühjahr gebucht. Zum Glück gibt es aktuell deutschlandweit anscheinend kein Corona mehr (außer in einem kleinen Landkreis in Rheinland-Pfalz, der tapfer an einer Ü60 Inzidenz festhält) und der Anreise zur Küstenstadt steht nichts im Wege.

Die Anreise. Der Anfang eines jeden Urlaubs. Ein notwendiges Übel, dass jeder Reisende in Kauf nimmt, um überhaupt ein Reisender zu sein. Die Anreise ist dabei ein hochkomplexes Konstrukt, auf das viele unterschiedliche Variablen Einfluss nehmen.

Unter normalen Umständen dauert die Reise vom Wohnort der Protagonisten bis zum Zielort ca. 3 Stunden laut Google Maps.

Die Möwe wartet sehnsüchtig auf unsere Ankunft.

Wie man an der Einleitung schon erkennen kann, lagen keine normalen Umstände vor: Die Sonne scheint, es sind über 30º, es ist Samstag, Deutschland spielt in der EM-Vorrunde gegen Portugal und braucht nach der Auftaktniederlage gegen Frankreich einen Sieg. All das scheinen genug Gründe dafür zu sein, dass der gemeine deutsche Autofahrer seine erlernte Kompetenz am Steuer vergisst oder nicht mehr vollständig anwenden kann. A1, A7, A-Irgendwas…. überall Stau oder stockender Verkehr.

Nun kann man anmerken, dass das durchaus mal sein kann und man sich nicht so anstellen solle. Sehe ich auch so, wenn da nicht dieses kleine süße unberechenbare Wesen wäre, das seit 7 Monaten unsere Familie bereichert. Sachliches argumentieren wie beispielsweise: „Chill mal Mädchen, nur noch eine Stunde stockender Verkehr und dann fahren wir rechts ran um dich zu füttern oder deine Windel zu wechseln.“ ist da wenig erfolgversprechend.

Aber sei es drum, wir haben das „In den Urlaub fahren mit Kleinkind“ nicht erfunden. Das klappt bei anderen Familien seit Jahrhunderten. Deshalb braucht man auch keine Schuld bei einer Person suchen, die eh noch nicht strafmündig ist. Das Fundament für unsere Anreise wurde nämlich bereits Tage zuvor gelegt. Natürlich haben wir unsere Koffer nicht vor dem Abreisetag gepackt, sondern morgens vor der Abfahrt. Und auch der Haushalt wurde vor der Abreise nochmal „Klarschiff gemacht“, damit „man nach dem Urlaub in ein schönes zu Hause zurückkehrt“. Hätte man (Frau) [Anm. d. R.] auch vorher machen können. Hätte man… wäre aber langweilig. 

Der allgemeine Plan für die Anreise sah aber wie folgt aus: nach dem Mittagsbrei nutzen wir die Zeit, in der der Mittagsschlaf von allen Beteiligten, außer dem Fahrer, gehalten wird und starten die Fahrt. Das hat dann auch soweit ganz gut geklappt. Keine 5 Minuten unterwegs, schon wurden hinten und vorne links im Akkord Schafe gezählt.

An dieser Stelle möchte ich die Zeit nutzen und ein ganz großes Lob an den Alphabet Konzern aussprechen. Dank Google Maps gab es auch keinerlei Stau oder stockenden Verkehr. Da wurde immer sehr gut und unverzüglich die Route angepasst, sodass wir ziemlich „durchfahren“ konnten.

Sämtlicher Stau wurde umschifft.

Das Resultat waren dann halt einfach anstatt 3 Stunden Fahrzeit, 4,5h Fahrtzeit, aber dafür kein Stau. Nutzt meinen Code REISEGRUPPE20, um 20% bei Google Maps zu sparen.

Angekommen und erstmal ein Hefesaft (alkoholfrei)

Aber jetzt sind wir ja da. Und unser Apartment war die Reise allemal wert! Mal schauen was die nächsten Tage so bringen werden in unserem ersten Urlaub als dreiköpfige Familie.