Tag 3: Essen to go

Sonnenaufgang. Der heutige Tag begann um 4:02 Uhr. Diesmal aber nicht dank menschlichem Wecker in Form eines Kleinkindes sondern ganz traditionell per Wecker-App des iPhones. Kurzer Blick aus die Fenster. Ernüchterung. Die Sonne war zwar da, so aber auch ein dickes Wolkenband. Also wieder ins Bett. Keine zwei Stunden später war dann alles wieder beim Alten. Die Frühaufsteherin der Reisegruppe versuchte den Rest zum Wachwerden zu überreden. Kurzer Blick aus dem Fenster. Regen. Kurzer Blick auf die Regenradar-App. Regen bis 11 Uhr. Der erste Gedanke, der mir durch den Kopf schoss: „Toll. Nachher muss ich im Regen beim Bäcker in der Schlange stehen.“. Dem aufmerksamen Leser wird das Wort „nachher“ in die Augen gesprungen sein. Das ist korrekt, denn es waren noch ca. 1,5 Stunden bis der Bäcker um 8 Uhr seine Pforten öffnet.

Eine Regenmöwe

Aber die Zeit vergeht wie im Flug, wenn man Möwen bei Regen fotografiert und zwischenzeitlich immer wieder aufheiterndes „blablablabla“ und Rasselgeräusche vernimmt.

Kurze Zeit später schlug dann die Uhr auch schon 8. Kurze Hose, Regenjacke und los geht’s. Wir sind hier schließlich an der Küste. Zu meinem Erstaunen waren nur vier andere mutige auf der Jagd nach Backwaren.

Gestärkt vom Frühstück und völlig erschöpft von eben selbigen gab es dann erstmal ein kurzes Powernap für die Reisegruppe. Hier wählte ich wieder die bereits erprobte Liegewiese auf dem Fußboden der Tatsachen. 90 Minuten später wurde ich von meiner inneren Uhr aus dem Schlaf gerissen. Das kurze Powernap ist doch etwas eskaliert.

Der Himmel klarte auf. Die Sonne strahlte. Quasi.

Naja, man könnte auch sagen, die Zeit genutzt und den Regen einfach weggeschlafen. Denn jetzt war es trocken und wir haben wieder den Streitwagen beladen. Und das im vollen Bewusstsein einer noch nie dargewesenen Herausforderung für die Reisegruppe.Ein Spaziergang am Meer. Während der Mittagszeit! Das bedeutet, Mittagessen und Mittagsschlaf on the road. Meine Finger zittern immer noch beim Schreiben des Textes. Niemand konnte einschätzen wie es ablaufen wird, ob alles klappt oder ob es ein völliger Reinfall wird. Unterm Strich war es natürlich weniger spektakulär als der Trailer vermuten ließe. Ganz im Stile aktueller Hollywood Blockbuster, wo auch nur die Trailer richtig geil sind und die Filme regelmäßig enttäuschen.

Dieses idyllische Plätzchen lädt zum Verweilen ein

Aber zurück zur Reisegruppe. 9km später sind wir dann wieder in der Ferienwohnung. Der Teil der Reisegruppe, der noch nicht eigenständig laufen kann, hat einige Kilometer davon einfach verpennt und auch der Anblick der Ostsee löste nur bedingt überschwängliche Begeisterung aus. Den Teil des Binnensees, der aus meiner Sicht seine besten Zeit lange hinter sich gelassen hat, hätte ich auch lieber verschlafen. 

Ansonsten steht jetzt das Abendprogramm auf dem Zeitplan.

Bis morgen!