Views

„N***a what the f*ck?!“ – diese freundlichen Worte schallten bei unserem morgentlichen Kaffee durch die Strasse. Ein lautstarkes Wortgefecht war das Warmup für eine kleine Boxeinlage zweier Mitglieder unserer Nachbarschaft. Das mag ich an Brooklyn, hier ist es so divers.

Heute sind wir mal ein bisschen später zum Frühstück aufgebrochen – ist ja schließlich Sonntag. Da wir uns in Amerika befinden, konnten wir unseren Frühstücksbagel im Internet zur Abholung bestellen. Im Bagel Pub hatten wir uns nebenbei noch mit Brett auf einen Kaffee verabredet. Sonntags um elf Uhr ist wohl eine beliebte Bagelzeit, denn der Laden platze aus allen Nähten und wir waren froh, schon im Internet vorher bestellt zu haben. Als wir zur Pickup-Zeit nicht unsere Bestellung bekommen hatten, haben wir nett nachgefragt, um dann von der sehr netten Bedienung den Hinweis zu kriegen, dass wir die Sachen in den eine Stunde entfernen anderen Bagel Pub Laden bestellt haben…. Ok, dann halt nur Kaffee zum Frühstück.

Danke an Brett für den Kaffee, den wir bei einem kleinen Spaziergang durch Brooklyn getrunken haben. Wir sind dann in die U-Bahn Richtung Manhatten. War super, Brett nach sechs Jahren mal wieder getroffen zu haben.

Mit einem riesen Loch im Bauch war die Stimmung auf der Fahrt nach Chinatown auf dem Siedepunkt. Ziel war Vanessa’s Dumplings. Chinesisches Essen in Chinatown halt. Wie sehr man Menschen hassen kann, wenn man hungrig ist, ist schon beachtlich. Die Mitarbeiter von Vanessa’s Dumplings müssen wohl auch hungrig gewesen sein. Naja, das Essen war trotzdem super. Also jetzt Chinatown. Wir sind einfach ein wenig herumgelaufen und haben anderen Menschen auf den Kopf geguckt.

Champions League Partie im chinesischen Brettspiel

Chinatown an sich ist sehr klein, da hat man recht fix alles einmal gesehn. Das New York County Gericht grenzt an diesen Stadtteil und hier sieht man mal wieder den cleveren Geschäftssinn der Amerikaner. Direkt vor dem Gericht ist eine ganze Strasse mit kleinen Geschäften, bei denen man sich den Bewährungskredit zu günstigen Konditionen geben kann.

Mit der U-Bahn ging es dann zum One World Trade Center. Das Wetter war heute super, kaum Wolken am Himmel. Perfekt für die Aussichtsplattform, das One World Observatory. Nach einer sehr geilen Fahrstuhlfahrt ist man im 102. Stock auf über 386m Höhe und kann über ganz New York gucken.

Halo i bims, Manhatten

Irgendwie neigte sich der Tag auch schon wieder dem Ende entgegen. Also mit der U-Bahn wieder Richtung Chinatown. Von dort gelangt man zur Manhatten Bridge, die man auch zu Fuß überqueren kann. Kurz vor der Brücke liefen uns noch ein paar ältere amerikanische Damen über den Weg. Eine der Damen fragte die andere, ob sie die Brücke zu Fuß überqueren möchte. „Oh, hell no“ lautete die deutliche Antwort. Nunja, die alte Dame hat etwas verpasst. Von der Manhatten Bridge guckt man nämlich direkt auf die Brooklyn Bridge, Lower Manhatten und den Sonnenuntergang.

Brooklyn Bridge
Eine junge Frau guckt verwegen in die Ferne. Dort befindet sich die Brooklyn Bridge.
1 Panorama

Das wars auch schon mit Sonntags in New York. Achja, heute ist Sonntag. NFL Sonntag. Nicht eine Minute davon gesehen. Aber die New York Giants haben heute gegen die Buffalo Bills verloren. Gegen die Bufallo Bills.

Statistiken des Tages: 16199 Schritte, 13,48 km, 2 Donuts. (Der aufmerksame Leser wird bemerkt haben, dass sich der Donut-Konsum pro Tag um zwei verringert. Dies ist Zufall.)